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Blinden- und Sehbehindertenverein
Südbaden e.V.

 


 



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Blind / Sehbehindert und trotzdem den Alltag selbständig bewältigen

Vorstellung unseres Alltagslebens in der Praxis

Blinde und sehbehinderte Menschen benötigen zum Ausgleich Ihrer Behinderung und damit zur gleichberechtigten Teilhabe am Gemeinschaftsleben spezielle Hilfsmittel. Neben diesen Hilfsmitteln müssen wir uns auch eigene Fertigkeiten aneignen oder erlernen, durch die wir unser Alltagsleben in Schule, Beruf oder privat bei Spiel, Sport und auch im Krankheitsfall so eigennständig wie möglich gestalten können.

Die Fähigkeiten erstrecken sich über einen gesamten Tagesablauf. Schon vor dem Aufstehen benötigen wir einen Wecker mit Sprachausgabe oder mit fühlbarem Zifferblatt. Zum Zähneputzen müssen wir wissen, wie wir - ohne es sehen zu können - die Zahnpasta in der richtigen Dosierung auf die Bürste bringen.

Beim Frühstück und allen anderen Mahlzeiten müssen wir lernen, auch ohne es zu sehen selbständig und in gustiöser Art das Essen zu zerkleinern und einzunehmen. Je nach Selbständigkeit ist es auch möglich, als blinder oder sehbehinderter Mensch selbständig zu kochen.

Wenn wir Kinder haben, müssen wir lernen, auch ohne fremde Hilfe und ebenfalls ohne sehen zu können, die Erziehung mit Vorbildfunktion für unsere Kinder zu leisten.

Bei erhöhtem Blutdruck oder bei Diabetes benötigen wir Blutdruck- oder Blutzuckermessgeräte mit Sprachausgabe. Auch könnten uns spezielle Spielkarten mit Blindenschrift oder mit großen Symbolen dazu verhelfen, wieder in unserer altbewährten Skatrunde mit einzusteigen.

Im Straßenverkehr müssen wir uns selbständig fortbewegen können.

Im Schulischen oder beruflichen Alltagsleben müssen wir lernen, trotz schlechtem oder fehlenden Sehens gleiche Leistungen zu erbringen. Im Rentenalter müssen wir lernen, uns trotz schlechtem oder fehlenden Sehens in bestehende Seniorenkreise oder andere Gruppen einzubringen, um nicht zu vereinsamen.

Diese Aufzählung unserer Lebensbereiche könnte noch weitaus länger und ausführlicher fortgeführt werden. Dies ist jedoch nicht der Tenor dieser Seite. Wir dürfen zur Fortführung auf unsere Broschüren im Download-Bereich unserer Seiten und auf die Literaturhinweise auf unseren Seiten aufmerksam machen.

Bild: Vortrag in der zweiten Grundschulklasse in Furtwangen

Das Bild zeigt die zweite Schulklasddr in der Grundschule Furtwangen

Zur besseren Verdeutlichung eines alltäglichen Lebens und dessen "Begleiterscheinungen" bietet der Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden e.V. als Gruppenveranstaltungen

  • für Schulklassen
  • für Kindergarten-Gruppen
  • für Erzieher- und Altenpflegeschulen
  • für Arbeitende im FSJ und Arbeitserzieher
  • für private Interessensvertretungen, die mit Blindheit / Sehbehinderung in Verbindung stehen
  • für Bürgervereine, Seniorenvereine oder ähnliche Fachgruppierungen
  • oder auch für Personen, die haupt- oder ehrenamtlich in sozialen Arbeitsfeldern tätig sind
Vorträge und Referate von selbst betroffenen Personen an. Bei diesen Vorträgen wird versucht, den Zuhörern die alltägliche Lebenssituation von blinden und sehbehinderten Menschen zu verdeutlichen. Die besonderen Belange unserer Klientel, aber auch die eventuell durch die Sehbehinderung / Erblindung neu hinzugekommenen positiven Erkenntnisse des Lebens werden bei diesen Vorträgen zu verdeutlichen versucht.

Bild: Vortrag in einer Altenpflegeschule auf der Reichenau

Das Bild zeigt einen Vortrag bei einer Schulklasse in der Altenpflegeschule auf der Reichenau-Insel"

Ein derartiger Vortrag wird bei unseren Besuchen von der Vorführung unserer großen und kleinen Alltagshelfer begleitet. Wir bringen die gängigsten akustischen und taktilen Hilfsmittel mit und zeigen diese den Zuhörern. Darüber hinaus können die Zuhörer natürlich auch Fragen stellen zu Blindheit und Sehbehinderung oder auch zu persönlichen Lebenssituationen von blinden und sehbehinderten Menschen.

Bei kleineren Kindern in der Grundschule und im Kindergarten bringen wir nach Möglichkeit auch einen Blindenführhund mit, was den Kindern besonders gut gefällt, da diese Hunde sehr lieb und zutraulich sind.

Unsere Vorträge werden zudem durch Rollenspiele untermauert. Unter einer Brille, die eine starke Sehbehinderung simuliert oder auch unter einer Augenbinde, die eine völlige Erblindung simuliert, werden die Zuhörer eingeladen, bestimmte Situationen durchzuspielen und hierbei selbst in die Rolle eines Betroffenen zu schlüpfen.

Warum gibt beispielsweise ein Bäcker seinem blinden Kunden das Wechselgeld nicht direkt in die Hand?
Warum spricht der Postbeamte am Schalter immer nur die Begleitung an und nicht den sehbehinderten Kunden selbst?
Warum werden in der Disco immer nur die normalsichtigen Mädchen auf die Tanzfläche geholt und nicht die sehbehinderte Besucherin?
Warum wird ein Sehbehinderter vom Busfahrer auf das Busschild verwiesen, obwohl er dessen Aufschrift nicht lesen kann?
Auf diese und noch weitere Fragen versuchen wir bei unseren Rollenspielen und in unseren Referaten zu antworten.

Haben wir Ihr Interesse gewäckt? Sind Sie selbst in einer Schule als Lehrerin tätig? Arbeiten Sie in sozialen Einrichtungen mit Pflegepersonal oder Pflegeschülerinnen zusammen? Dann wären wir sehr erfreut, wenn Sie bei uns weiteres Informationsmaterial über diese Vortragsreihe anfordern oder selbst mit uns sprechen. Zu einer Kontaktaufnahme beachten Sie bitte unsere Hinweise auf unserer Kontakt-Seite. Unsere Telefonnummer lautet (0761) 36 122.

Unsere Galerie mit Fotos aus einer Vortragsveranstaltung in der Realschule Donaueschingen

Die nachfolgenden Bilder stammen aus einem Vortrag zur Thematik Blindheit / Sehbehinderung: Ursachen und Hilfen im Alltag.

Beide Fotos zeigen eine Armbinde (Blindenbinde) gelb mit drei schwarzen Punkten

Die beiden Fotos zeigen Herrn Knebel mit einer Mentorengruppe
Das Foto zeigt nochmals die Mentorengruppe Das Foto zeigt einen Reliefkalender mit Großdruck und Blindenschrift

Bild: Text
Das Foto zeigt nochmals den Großdruckkalender in Blindenschrift (Punktschrift) Das Foto zeigt ein geschriebenes Wort in Blindenschrift

Bild: Text
Das Foto zeigt so genannte Sockensortierungsringe Das Foto zeigt einen sprechenden Taschenrechner

Das Foto zeigt eine sprechende Armbanduhr Das Foto zeigt einen sprechenden Wecker

Das Foto zeigt nochmal den sprechenden Taschenrechner Das Foto zeigt nochmal einen sprechenden Wecker


Datum der letzten Änderung: 08-08-08 13:20:49

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Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden e.V.

Beratungsstelle für Blinde, Sehbehinderte und deren Verwandte und Freunde

Wölflinstraße 13
79104 Freiburg
Telefon: (0761) 36 122 Fax: (0761) 36 123

Unsere Öffnungszeiten sind:

Montag bis Donnerstag: 9.00-13.00 Uhr und 14.00-16.30 Uhr
Freitag: 9.00 bis 13.00 Uhr

Wenn Sie eine ausführliche Beratung wünschen, vereinbaren Sie vorher bitte einen Termin.

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